Literarischer Baumspaziergang in Rehren A.R. – Ein Rückblick

Das Wetter meinte es gut mit den 20 Teilnehmer:innen, die sich auf den Weg gemacht hatten, um an dem „Literarischen Baumspaziergang“ entlang des neuen Baumpfades durch die 3 Ortsteile von Rehren A.R. teilzunehmen.

Teilnehmende des Baumspaziergangs

Der Spaziergang begann am Haus der GemeinsamZeiten und wurde mit dem Frühlingsgedicht von Eduard Mörike „Er ist’s“ eröffnet. Prompt stellten sich am wolkenverhangenen Himmel ein paar Sonnenstrahlen ein. Es kam Hoffnung auf: die 20 Teilnehmer:innen machten sich auf den rd. zweistündigen Spaziergang, um Buchen, Eichen, Kastanien, Linden, Rot- und Weißdorn, Ahorn und Trauerweide, aber auch Exoten wie Magnolie und Ginkgo im Ort aufzusuchen und sich über Herkunft, Alter und Nutzen für Mensch und Natur, sowie deren Bedeutung in der Literatur zu informieren.

So wurden die Spaziergänger:innen gleich auf die neugepflanzten Flatterulmen am Haus der GemeinsamZeiten hingewiesen. Die vom Aussterben bedrohte heimische Baumart gilt als sehr anpassungsfähig und ist daher im Zuge des Klimawandels eine Baumart der Zukunft.

An den Linden am Hof Tegtmeier in Rehren wurde spontan von einem Teilnehmer ein wunderbares Liebesgedicht von Heinrich Heine rezitiert. Die Teilnehmer applaudierten begeistert.

Kindheitserinnerungen wurden geweckt, als am Birnbaum auf der Streuobstwiese gegenüber dem Garten der Sinne das Gedicht des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland erklang. Viele der Anwesenden hatten es noch in der Schule gelernt. Auch der Besuch der beiden alten Eichen in Rehrwiehe und Nordbruch durfte nicht fehlen. Hier wurden u. a. Bauernweisheiten vorgetragen. Spaß und Freude kam in einem Privatgarten auf, als man in Nordbruch eine 33 Jahre alte Trauerweide bestaunte, in der seit einiger Zeit eine Schaukel hängt. Das Angebot wurde gern angenommen.

Der Rundweg schloss am Friedhof vorbei zum Haus der GemeinsamZeiten. Hier stärkten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen. Die Teilnehmenden der Fotoaktion über Bäume in Rehren, aus der ein Baumkalender 2021 entstanden war, durften im Anschluss ihre Exponate mit nach Hause nehmen. Es gab viel Lob und Beifall und die Gäste meinten, sie würden ihre Umgebung jetzt viel bewusster und mit anderen Augen wahrnehmen. Denn es war den beiden Organisatorinnen Monika Bock und Ingrid Möller ein Herzensanliegen auf die Bedeutung der Bäume für Mensch und Tier hinzuweisen.

Der Baumpfad durchs Dorf, der mit einer 17stelligen Beschilderung Leitfaden für diese Veranstaltung war, kann jederzeit nachverfolgt werden. Flyer gibt es am Haus der GemeinsamZeiten und am Garten der Sinne.